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Der “Strummer”

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Nicholas Micros
STRUMMER (Klimperer)
Alterszentrum Selnau, 4. Juli 2014 – ?
 
“Strummer” wurde zwischen 2009 -2012 geschaffen und gehört zu einer Gruppe namens “Lullaby”, welche fünf grosse Skulpturen umfasst und vor kurzem auf offenem Feld auf dem Hegetschweiler Hof in Ottenbach ausgestellt wurde. Die Ausstellung im Alterszentrum Selnau ist diesem einen Werk aus der Gruppe gewidmet.
 
Die monumentale Gussbeton-Skulptur wird in einem beschaulichen dreieckigen Park, welcher dem Alterszentrum angegliedert ist, ausgestellt. Innerhalb des Hauses, im Eingangsbereich, Korridor und Speisesaal, zeigt die Ausstellung Zeichnungen und Modelle, welche vorbereitende Arbeiten für die Kreation der Skulptur darstellen. 
Strummer konnte vorwiegend dank der grosszügigen Unterstützung durch CAVAG Beton Element & Behälterbau AG, Schachen, LU erstellt werden.
 
Wie die anderen Arbeiten des Ensembles “Lullaby“, ist „Strummer“ ein Versuch, mit harten Materialien eine unfassbare “Lebensordnung“ zu beschreiben, in diesem Fall den Aspekt “Zufall“.
Zudem stellt sie ein Familienmitglied des Künstlers (seinen Sohn), ein musikalisches Element (Gitarrenspiel) sowie Vergänglichkeit und Beständigkeit dar.
Andere wiederkehrende Motive (in den fünf Skulpturen des Ensembles) sind auch bei “Strummer“ der Kontrast von stark figurativen und abstrakten Elementen und die Darstellung einer illusionistischen Betrachtung der Realität in Form einer blattgoldenen Augenbinde.
 
In dem Katalog für “Lullaby” schreibt Mathias Vogel:
Sanftere Töne schlägt der Sohn auf der Gitarre an, aber sie sind keineswegs süsslich romantisch, weshalb er als Klimperer oder Gaukler (‹Strummer›) bezeichnet wird. Er ist neben vielem anderen der Verführer, der Rattenfänger, der Glücksmomente verspricht, wo es keine Garantie geben kann. Auch hier dreht sich die Figur im Kreis, allerdings in achtfacher Variation, die bei aller Wiederholung doch den Wechsel erahnen lässt. Die Zahl deutet unter anderem auf den ‹achtteiligen edlen Pfad› des Buddhismus hin. Die Erleuchtung, die dort am Ende des Weges lockt, kommt hier jedoch nie ins Blickfeld. Das bedeutet jedoch nicht, dass man sich oft an der Wegscheide befindet und oft den richtigen, seinen Weg finden muss. Dass die Wahl jeweils gelingt, bleibt oft dem Zufall überlassen. Es ist nicht selbstverständlich, dass die einzelnen Schritte ein Ganzes, ein erfüllte Leben, bilden.
 
Strummer:  Injektionsmörtelguss, Beton, Stahl, Blattgold, 2009-20012, 200 x 250 x 250 cm
 
in Alterszentrum – Arbeiten auf Papier : Shellack, Kasein, Metalpulver, Pigmente, Kreide
 
Kuratiert von Gabriel Eichenberger, Alterszentrum Selnau und Alterszentren der Stadt Zürich mit freundlicher Unterstützung des Paul-Eisenring-Fonds
 

Nicholas Micros (geb. 1960, New York) ist ein international anerkannter amerikanischer/schweizerischer 

Bildhauer mit Ateliers in New York und Ottenbach/ZH. Er setzt sich mit traditionellen Materialien und Techniken der Bildhauerei auseinander und verbindet sie mit aktuellen Themen der Gegenwart.
 
www.nicholasmicros.com

Kindertagesstätte Selnau

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Archäologie im Quartier

NEUE BEFUNDE ZUM ZISTERZIENSERINNENKLOSTER IM SELNAU

Dölf Wild, Jürg Hanser, Elisabeth Langenegger

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Im Jahr 2004 sind im Gebiet der Gerechtigkeits-, Friedens- und Flössergasse im Zürcher Selnauquartier die Werkleitungen im Strassenbereich erneuert worden. Die zahlreichen Leitungsgräben ermöglichten es der Stadtarchäologie, einige wichtige Partien der dort im Boden vermuteten Überreste des Klosters der Zisterzienserinnen zu untersuchen und die Kenntnisse über dieses Kloster zu erweitern. Mit diesen neuen Untersuchungen konnte direkt an die Resultate der Grabungen von 1998 angeknüpft werden.

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Das mindere Leid von Henri R. Pauker

Pauker-Buchabbildung
Biographie romancée ist keine Abrechnung, sondern die Vergegenwärtigung einer Zeit und eines Landes der verschonten Schweiz während des Krieges und danach und einer Generation der “nur” indirekt Betroffenen und ihres minderen Leids.
Der Autor (im Roman der Ich-Erzähler) ist im Selnauquartier in der Gerechtigkeitsgasse 4 aufgewachsen und erzählt eindrücklich aus seiner Kindheit im Schatten des Holocaust. ISBN-13 987-3-03-301072-7

Der Asphalt ist nicht die Erde // Das Buch über das Selnauquartier!

LindtSelnaubuch01

von Nicolas Lindt

Zürichs Geschichte im Spiegel seines kleinsten Quartiers, dem Selnau, wo der Autor mehrere Jahre gelebt hat. Ein Geschichtsbuch und ein Buch voller Geschichten über eine Welt für sich am Rande der City.

Verlag Hans Rohr 1984, 128 Seiten, Grossformat, viele Abbildungen und ein Vorwort des einstigen Zürcher Stadtpräsidenten Emil Landolt,  ISBN 3-85865-074-9   Fr. 25.-